Geschichte des Fußballclubs

Der Fußballclub Rosenberg ging - wie damals zumeist überall - aus der Fußballabteilung des Turnvereins hervor. Schon im Februar 1921 bestand eine solche und beim Platz- und Halleneinweihungsfest am 19. Juni 1921 fand das erste Fußballspiel gegen den Amberger Fußballverein statt, das gleich mit 6 : 3 gewonnen wurde. In der Hauptversammlung am 29.4.1922 des Turnvereins in der Turnhalle trennte sich die bereits vorhandene Fußballabteilung des Turnvereins vom Verein und gründete den "Fußballclub Rosenberg".

Jedoch kam es dadurch nicht zum Bruch mit dem Turnverein, wie am besten daraus hervorgeht, dass ein großer Teil der Mitglieder des Fußballclubs auch Mitglied beim Turnverein war. Der Fußballclub Rosenberg war der erste Fußballverein des Sulzbacher Bezirks.

Besondere Verdienste um die Gründung erwarb sich der Buchhalter Eichhorn. Die erste Vorstandschaft des Fußballvereins bestand aus dem Baumeister Kern, Buchhalter Eichhorn als Spielführer, Kaufmann Birkelbach als Schriftführer und den Beisitzern die Kaufleute Holleder und Regner.

Die Mannschaft des FC Rosenberg entwickelt/festigt sich. Schritt für Schritt steigt man auf und gehört lange Jahre zu den führenden Mannschaften in der Kreisliga I.

(etwa mit der heutigen Kreisliga vergleichbar)

Ein Hauptübel blieb aber die Platzfrage. Eine von der Gemeinde bereitgestellte Wiese „am Hammer“ war wegen der hohen Feuchtigkeit nicht geeignet.

Der FC Rosenberg musste daher lange Jahre auf dem Platz des Turnvereins spielen, obwohl der nicht die erforderlichen Ausmaße eines Fußballplatzes hatte.

1939

gelang, mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse, der bis dahin größte Erfolg.

Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges kam der Spielbetrieb der Senioren vollkommen zum Erliegen.

Heiner Aures übernahm die Jugendmannschaften und führte diese zu großen Erfolgen. 1942 wurde die 1. Jugend Bannmeister. Die Rosenberger Spieler Ganserer, Scherm, Kaufstein und Franz Brandl standen sogar in der Bannauswahl. Auch die Spiele der Jugend wurden immer weniger, denn auch diese Spieler mussten „einrücken“, so dass nur mehr die Schülermannschaft den Spielbetrieb bis 1945 aufrecht hielt.

Seit Gründung des Fußballclubs waren folgende Vorstände in Amt:

Jakob Kern, Johann Verführt, Georg Oppelt, Josef Lerner, Eduard Neumann, Hans Schäfer

Nach dem Krieg wurde der Fußballclub Rosenberg als Mitglied des Reichbundes für Leibesübungen aufgelöst bzw. unter Kontrolle gestellt.

Nach dem Zusammenbruch 1945 konnten 2 komplette Garnituren Trikots, 6 Bälle, 12 Paar Fußballschuhe und ca. 1000 Reichsmark gerettet werden. Dadurch war ein Wiederaufbau in Rosenberg sofort gegeben.

Der Sportverein Rosenberg wurde als einer der ersten Vereine nach dem Krieg in der Oberpfalz, ohne Platz- und Hallenbesitz, ins Leben gerufen. Es ist hautsächlich ein Verdienst von Fritz Kühn, dass der Verein so schnell gegründet und dadurch wieder ein Sportleben ermöglicht wurde.

Durch Zusammenschluss mit dem ehemaligen Turnverein in einer Generalversammlung am 19.11.1948 konstituierte sich der jetzige Turn- und Sportverein Rosenberg 1911 e.V.

In dieser Sitzung wurde die Vorstandschaft neu gewählt und setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorstand Dir. Hans Westphal

2. Vorstand Eduard Neumann

1. Schriftführer Georg Stengel

1. Kassier Hans Munker

Jugendwart Ernst Hirt

Die gesamten Anlagen, sowohl der Platz wie die Halle waren in den Kriegsjahren vollkommen heruntergewirtschaftet und teilweise zerstört worden. Der Platz wurde 1948 überholt, drainiert und mit einer neuen Umzäunung umgeben. Diese Arbeiten sind vor allem durch die Hilfe der Maxhütte ermöglicht worden. Besonderen Dank muss hier Dr. Enzmann gesagt werden. Der Verein brachte seinen Dank mit der Ehrenmitgliedschaft zum Ausdruck.

1951

ein schönes Jubiläumsgeschenk zum 40-jährigen Bestehen. Aufstieg der Fußballer in die Kreisliga. Der TuS hat nun rund 420 Mitglieder, davon 160 Jugendliche/Kinder

Der Bau des Friedrich-Flick-Stadions:

Noch immer war die alte Sportanlage zu klein und mußte auf „Normalbasis“ vergrößert werden. Dies war aber erst möglich als der damalige Besitzer der Maxhütte Dr. Friedrich Flick, die finanzielle Unterstützung zum Bau der Sportanlage zugesagt hatte. Jetzt gingen die Verantwortlichen des TuS, allen voran Karl Rollbach, Georg Stengel und Hans Hölper, an die große Aufgabe mutig heran. Zu allererst war die Grundstücksfrage zu klären. Hier führten die Verhandlungen mit der Kath. Kirchenverwaltung über einen gegenseitigen Grundstückstausch doch noch zum Erfolg.

Das Stadion wurde nach den neuesten technischen Erkenntnissen erbaut und bietet mit seiner Sitz- und Stehtribüne Platz für rund 10.000 Zuschauer. Viele Freunde und Gönner und viele freiwillige Arbeitsleistungen der Vereinsmitglieder haben dazu beigetragen, das bisher größte Bauvorhaben in der Vereinsgeschichte gelingen zu lassen. Besonders zu nennen: Fritz Mertel, Andreas Laurer und stv. für alle anderen der unermüdliche Ludwig Bräu. Am 29.08.1954 wurde die Sportstätte nach dem großen Förderer und TuS-Ehrenmitglied Dr. Friedrich Flick, als „Friedrich-Flick-Stadion“ benannt und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Für die Förderung des Sports wurde Dr. Friedrich Flick die goldene Ehrennadel des Bayrischen Fußball-Verbandes verliehen. Erstmals füllten tausende von Zuschauern das Stadionrund bei den Feierlichkeiten und dem Einweihungsspiel zwischen dem TuS Rosenberg und dem 1.FC Amberg das 1 : 1 endete. Das Friedrich-Flick-Stadion zählt heute noch zu den schönen Sportanlagen Bayerns. Zur Schonung des Stadions wurde mit eigenen Kräften, in unmittelbarer Nähe, ein Trainings- und Ausweichplatz angelegt.

1961

Zum 50- jährigen Bestehen wurde eine Festwoche (17-23 Juni) mit einem Festabend und zahlreichen sportlichen Veranstaltungen und Pokaltunieren gefeiert. Die Mitgliederzahl war auf 710 gestiegen.

1969/1970

wurden unterhalb der Sitztribüne die Umkleide- und Duschräume eingebaut, so dass man nicht mehr auf die Jahnturnhalle angewiesen war. Zugleich ist ein Wirtschaftsraum mit einer Kegelbahn errichtet worden, das frühere „Stadionheim“

1971

betrug die Mitgliederzahl 869. Mit einer Festwoche (4-11 Juli) sowie einem unvergessenen Sommernachtsfest im Stadion wurde das 60-jährige Jubiläum gefeiert.

Verbesserung des Hartplatzes:

Mit sehr viel persönlichen Engagement bekam der jeweils einmal knochenharte und in der Übergangszeit morastige Hartplatz einen verbesserten Belag. Eine Berieselungsanlage hilft den sommerlichen Staub zu beseitigen und die Flutlichtanlage ermöglicht das abendliche Training. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 240.000 DM

Bau eines zweiten Rasenplatzes:

Da insgesamt 10 Mannschaften sich im Spielbetrieb befinden reicht das Stadion sowie der Hartplatz immer öfter nicht mehr aus. 1977 begann 1.Vorsitzender Stengel mit den Planungen des Rasenplatzes, einem Kinderspielplatz und für ca. 60 PKW Stellplätze.

Investitionsvolumen rd. 500.000 DM. Baubeginn war am 04.12.1979. Landrat Dr. Hans Wagner und Bürgermeister Hans Göth führten gemeinsam den 1. Spatenstich aus.

1982 erfolgte, in Anwesenheit von Umweltminister Alfred Dick, die Einweihung

Das 70. Gründungsfest (13-19 Juli) wurde mit einer Sport- und Festprogramm begangen

Mitgliederzahl: 1169

1984

begann der Stadionheim Anbau/Ausbau.

Die treibende Kraft war Bauausschußvorsitzender Heiner Hartmann der Tag und Nacht da war sowie Norbert Jäger mit ebenfalls 1100 Arbeitsstunden. Die Mitglieder Siegfried Drahota, Gerd Sgolik, Josef Schißlbauer und Ludwig Bräu waren mit jeweils 300 Arbeitsstunden unverzichtbar. Besonderen Dank gebührt Georg Babilon für die finanzielle Unterstützung

Am 23.05.1984 war der Anbau/Ausbau fertig gestellt.


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